In Bremen findet vom 06.06.2018 – 08.06.2018 die 90. Konferenz der Umweltminister*innen des Bundes und der Länder statt. Zu diesem Anlass fordert die GRÜNE JUGEND Bremen: Kohleausstieg anfangen – Kraftwerke abschalten. In Bremen und überall!

Seit 2007 regiert in Bremen eine rot-grüne Koalition, die sich dem Klimaschutz verschrieben hat. Trotz großer Ankündigungen und Klimaziele tritt eine spürbare Senkung des CO2-Verbrauchs nicht ein und der Bremer Beitrag zur Einhaltung des 2°-Ziels ist kaum sichtbar. Auf entschlossenes Handeln von der Bundesregierung oder der EU warten wir bisher vergeblich.

Simon Metzger, Sprecher der GRÜNE JUGEND Bremen, erklärt: „Deshalb setzen wir uns für einen möglichst schnellen Kohleausstieg auch in den Bundesländern ein, um endlich den Einstieg in den Ausstieg in Angriff zu nehmen.“

Bremen ist ein Kohleland. Die drei Kohlekraftwerke Farge (Engie), Hastedt und Hafen (Swb) machten 2015 mit ca. 3,7 Mio Tonnen C02 fast 30% der gesamten CO2-Emmissionen im Land Bremen aus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat Anfang Mai einen Abschaltplan für deutsche Kohlekraft veröffentlicht. Demnach sollen die Steinkohlekraftwerke Hafen und Farge bis 2020 abgeschaltet werden. Die Perspektive ist also klar: Die Bremer Kraftwerke müssen vom Netz, besser heute als morgen.

Technisch ist es machbar, das belegen alle Studien. Bremen hat jetzt noch die Chance der erste Stadtstaat und das zweite Bundesland ohne Kohlekraft zu werden und so eine Vorreiterrolle im Kohleland Deutschland zu übernehmen.

Dafür muss die Bremische Energie- und Wärmeversorgung von fossilen Energieträgern gelöst werden. Neben dem Strom muss auch die Fernwärme der Kraftwerke ersetzt werden. Die Fernwärme des Kraftwerks Hafen könnte z.B. durch Wärme des Müllheizkraftwerks auf dem gleichen Gelände ersetzt werden.

Der Verkauf des Kraftwerks Farge ist ein guter Zeitpunkt dieses überflüssige Kraftwerk jetzt abzuschalten. Folgen müssen die anderen beiden Kraftwerke und danach muss das Ziel eine CO2-neutrale Strom- und Wärmeversorgung für Bremen sein.

Einstieg in den Ausstieg jetzt!

Rebecca Morsch, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bremen, verdeutlicht: „Es ist klar, dass Kohle keine Zukunft hat. Daher muss Bremen eine Energiewende im Interesse des Klimaschutzes und einer bürger*innenahen Energieversorgung selbst in die Hand nehmen und zivilgesellschaftlich wie politisch mit Nachdruck auf den Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung drängen. Für einen planungssicheren Kohleausstieg müssen wir spätestens heute damit anfangen. Eine breite gesellschaftliche Mehrheit steht hinter uns!“

 

Anmerkung: In der ursprünglichen Pressemitteilung wurde fälschlicherweise der Beginn der rot-grünen Koalition in Bremen im Jahr 2005 verortet. Dies wurde nun korrigiert.

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