Junge Menschen sind bei Wahlen auf den Landesmitgliederversammlungen zum
Landesvorstand oder zu Bürgerschafts- und Bundestagswahllisten strukturell benachteiligt.
Für uns ist es deutlich schwieriger große innerparteiliche Netzwerke aufzubauen und so
werden die aussichtsreichen Listenplätze und letztendlich die Fraktionen und Vorstandsposten
durchweg von Menschen über 30 Jahren besetzt. Dass dadurch junge Menschen weniger
Gehör finden ist nur logisch und ein Missstand, den es zu bekämpfen gilt. Besonders junge
Menschen sind, wie die letzten (Junier, U18) Wahlergebnisse zeigen, nämlich eine große
Zielgruppe und potentielle Wähler*innenschaft für Bündnis 90/Die Grünen.

Deswegen fordern wir im Landesvorstand der Partei einen Platz, der nur von Menschen
unter 28 Jahren besetzt werden kann. Dieser wird direkt nach Sprecher*innen und
Schatzmeister*in gewählt und ist somit im siebenköpfigen, geschlechtlich quotierten
Landesvorstand ein offener Platz.
Die Mitgliedschaft einer*s Sprecher*in der Grünen Jugend im Landesvorstand der Partei
(ohne Stimmrecht) wird dadurch nicht geändert, da diese explizit für den Kontakt zur Grünen
Jugend als Verband ihren Sitz haben.

Für die Aufstellung von Landeslisten zur Bürgerschaftswahl fordern wir, dass mindestens
jeder dritte Platz durch eine Person unter 28 Jahren besetzt wird. Das wird durch die
Quotierung der Plätze 3, 6, 9, 12,… für Menschen unter 28 Jahren gewährleistet.

Da bei den Bundestagswahlen drei Sitze kaum erreichbar sind, fordern wir, dass der
Listenplatz 2 für Menschen unter 28 Jahren vorbehalten ist.