In den vergangenen Jahren kam es in der BRD immer wieder zu Veranstaltungen der
Kampagne ”Boycott, Divestments, Sanctions” (BDS). Auch in Bremen haben sich im Herbst
2015 ein paar Israelkritiker*innen zusammengefunden, die als Warendetektive verkleidet
durch die Bremer Innenstadt zogen und israelische Produkte kennzeichnen wollten und
schlossen sich somit der BDS-Kampagne an.
Die BDS-Kampagne ist in ihrer Gesamtheit als antisemitisch, israelfeindlich, reaktionär und
antiaufklärerisch zu bewerten. Die in ihr und durch sie vertretenen Positionen und
Forderungen delegitimieren und dämonisieren Israel und weisen damit einseitig
Jüdinnen*Juden die Schuld für jegliche Übel in der Region zu. Zeitgleich werden doppelte
Standards an Israel angelegt. Durch die Forderung nach einem Boykott wird weiter die aus
dem Nationalsozialismus bekannte Parole ”Kauft nicht bei Juden” reproduziert. Deshalb
positionieren sich die GRÜNE JUGEND Bremen im Sinne ihres Bekenntnisses zu einer
offenen Gesellschaft und gegen jeden Antisemitismus klar gegen alle Bestrebungen der
BDS-Kampagne und führen in Zukunft, nach ihren Möglichkeiten, Aufklärungs- und
Bildungsarbeit durch, um die Durchsetzung der Forderungen nach Boykott, Desinvestment
und Sanktionen zu verhindern. Auch eine Zusammenarbeit von Gliederungen von BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN Bremen mit der BDS-Kampagne ist abzulehnen. Darüber hinaus fordern
wir, analog zu Bayern, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und ihre Gliederungen sowie
Campusgrün auf, nicht mit BDS zusammenzuarbeiten. Insbesondere fordern wir die Petra-Kelly-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung auf, jegliche Zusammenarbeit sowie finanzielle oder logistische Unterstützung mit und von BDS-Gruppen einzustellen und auch in Zukunft
zu unterlassen.